01.07.2026 – KALEIDOSKOP Sonderpädagogik ist online

Ein Projekt, das uns in den vergangenen Monaten intensiv begleitet hat, ist nun online: Die erste Ausgabe des Open-Access-Journals KALEIDOSKOP Sonderpädagogik ist erschienen.
Ich freue mich sehr, dieses neue Journal als Mitglied der Redaktion von Beginn an mit aufgebaut zu haben. Unser Ziel ist es, ein offenes Forum für aktuelle sonderpädagogische Forschung, innovative Perspektiven und den Austausch zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis zu schaffen.
Ein besonderer Blick lohnt sich auf den ersten Band: Unter dem Themenschwerpunkt „Ausgezeichnete Abschlussarbeiten“ werden herausragende studentische Arbeiten veröffentlicht, die wichtige Impulse für Forschung und Praxis geben und zeigen, wie vielfältig und innovativ der wissenschaftliche Nachwuchs in der Sonderpädagogik arbeitet.
Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Redaktionsteam, allen Autor:innen, Gutachter:innen, den zahlreichen Unterstützer:innen und insbesondere dem Team DuEPublico der Universität Duisburg-Essen die dieses Projekt möglich gemacht haben. Ich freue mich sehr auf die kommenden Ausgaben und die weitere Entwicklung des Journals.
Die erste Ausgabe finden Sie hier: Link zum Journal
25.06.-27.06.2026 – 18. Tagung der Dozierenden im Förderschwerpunkt Emotionale-Soziale Entwicklung in Luzern

Vom 25. bis 27. Juni 2026 nahm ich erstmals an der Konferenz der Dozierenden im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE) an der Pädagogischen Hochschule Luzern teil. Die Tagung stand unter dem Titel „Diagnostik im Spannungsfeld: Klassifikation, Subjektverstehen und Inklusion in der emotionalen und sozialen Entwicklung“. Ich durfte mich mit zwei Beiträgen am Tagungsprogramm beteiligen. In meiner Paper-Präsentation „Akte X?! Zur unsichtbaren Dimension Mehrsprachigkeit in sonderpädagogischen Statusgutachten“ stellte ich erste Ergebnisse meines Habilitationsprojekts zur Analyse sonderpädagogischer Gutachten vor. Gemeinsam mit Philippos Zdoupas präsentierte ich außerdem ein Paper zum schulischen Wohlbefinden in inklusiven Schulen.
Besonders beeindruckt hat mich die offene und diskursive Atmosphäre der Tagung. Wissenschaftliche Positionen wurden engagiert diskutiert, unterschiedliche Perspektiven produktiv miteinander in Beziehung gesetzt und auch kontroverse Fragen nicht ausgespart. Gerade dieser wissenschaftliche Streit im besten Sinne war für mich äußerst bereichernd und hat zahlreiche neue Denkanstöße für die eigene Forschung gegeben.
Mein herzlicher Dank gilt dem Organisationsteam der Pädagogischen Hochschule Luzern für die gelungene Tagung und allen Teilnehmenden für die anregenden Diskussionen und den offenen fachlichen Austausch.
23.06.2026 – Vortrag auf der 8. Tagung der Rekonstruktiven Fremdsprachenforschung

Am 23. Juni 2026 durfte ich auf der 8. Tagung der Forschungsgemeinschaft Rekonstruktive Fremdsprachenforschung an der Universität Göttingen erste Ergebnisse eines Teilprojektes meines Habilitationsprojekts vorstellen. Tagungsort war die Historische Sternwarte – ein besonderer Rahmen, der den intensiven Charakter der Veranstaltung unterstrich.
In meinem Vortrag „Praxeologische Rekonstruktion sprachlicher Differenz in sonderpädagogischen Gutachtenverfahren: Erste Ergebnisse einer reflexiven Grounded-Theory-Analyse“ stellte ich erste Rekonstruktionen dazu vor, wie migrationsbedingte Mehrsprachigkeit in sonderpädagogischen Gutachtenverfahren handlungspraktisch relevant wird und welche Deutungs- und Entscheidungsprozesse sich im diagnostischen Alltag rekonstruieren lassen.
Besonders geschätzt habe ich den inzwischen familiären Austausch innerhalb der Forschungsgemeinschaft. Die langen Vortragsslots und großzügig bemessenen Diskussionszeiten boten viel Raum, um methodologische Fragen gemeinsam weiterzudenken, Interpretationen zu schärfen und neue Perspektiven für die weitere Auswertung zu entwickeln. Vielen Dank an die Organisator:innen für die gelungene Tagung und die angenehme Atmosphäre.
Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm finden Sie hier: https://www.rekonstruktive-fremdsprachenforschung.de/veranstaltungen/
20.06.2026 – Tagungsbesuch in Graz

Am 19. und 20. Juni 2026 durfte ich an der 28. Grazer Tagung Deutsch als Fremd-/Zweitsprache & Sprachdidaktik zum Thema „Mehr als nur Ressource – Mehrsprachigkeitsdidaktik als Weg zu mehr Bildungsgerechtigkeit“ teilnehmen.
Gemeinsam mit meiner Kollegin Dr. Caroline Böning stellten wir den Vortrag „Zwischen Anspruch und Anschluss – Ein system(at)ischer Blick auf die mehrsprachigkeitsorientierte Ausbildungssituation angehender Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen“ vor und argumentierten letztlich für eine stärker phasenübergreifende Kooperation aller ausbildenden Institutionen und Professionellen mit Blick auf die Thematisierung von Mehrsprachigkeit und Sprachbildung in der Lehkräfteausbildung. Neben vielen fachlichen Impulsen waren besonders die Gespräche mit alten Bekannten und neuen Kontakten bereichernd.
Ein herzlicher Dank gilt Prof.in Dr.in Zeynep Kalkavan-Aydın von der PH Freiburg (DE) für die inspirierende Keynote sowie den Gastgeber:innen in Graz für die gute Organisation und Versorgung.
08.06.2026 – Posterpräsentation beim Tag der Integrations- und Migrationsforschung 2026

Foto: Carsten Behler
Im Rahmen des Tags der Integrations- und Migrationsforschung (TIM) des InZentIM an der Universität Duisburg-Essen durfte ich aktuelle Teildaten aus meinem Habilitationsprojekt vorstellen. Die Jubiläumstagung zum zehnjährigen Bestehen des InZentIM stand unter dem Titel „Umkämpfte Teilhabe: Migration, Demokratie und Kontroversen in pluralen Gesellschaften“. Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung findet sich auf der Website des InZentIM Universität Duisburg-Essen.
Mit dem Poster „Akte X?! Zur unsichtbaren Dimension Mehrsprachigkeit in sonderpädagogischen Statusgutachten“ präsentierte ich erste Ergebnisse zur Frage, wie migrationsbedingte Mehrsprachigkeit in sonderpädagogischen Gutachtenverfahren thematisiert, dokumentiert oder auch ausgeblendet wird. Im Mittelpunkt standen dabei die oft unsichtbaren Verflechtungen von Sprache, Diagnostik und Bildungsbeteiligung.
Geprägt war die Tagung zudem durch die öffentliche Keynote von Aladin El-Mafaalani sowie die anschließende Podiumsdiskussion zu Fragen umkämpfter Teilhabe, Zugehörigkeit, Mitbestimmung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in pluralen Demokratien. Vielen Dank an das InZentIM-Team für die gelungene Organisation und die Möglichkeit zum fachlichen Austausch.